HTPC, der

Diese Abkürzung steht für die Bezeichnung: „Home Theater Personal Computer“ und bezeichnet die momentan sehr beliebten Multimedia PC’s, die bevorzugt an LCD- bzw. Plasmabildschirme angeschlossen werden.

Diese Geräte sind meist von einer sehr kompakten Bauweise (meist Mini-Desktopgehäuse oder „Würfelförmige“) und ermöglichen die Multimediafunktionen direkt auf dem Heimkino Fernseher auszugeben.

Worauf sollte ich bei meinem HTPC achten:

1. Anschlussmöglichkeiten des Fernsehers (Je nach Möglichkeit sollte nämlich die Auswahl des Mainboards bzw. der Grafikkarte angepasst werden. Vorzugsweise sollte hierbei der digitale Anschluss DVI oder noch besser der auch Audio übertragende digitale Anschluss HDMI verwendet werden)

2. µATX / ATX (µATX = Micro-ATX bezeichnet eine Standardgrößennorm auf die sich Gehäuse bzw. Mainboardhersteller geeinigt haben. Die meisten HTPC-Gehäuse die man kaufen kann sind für µATX-Mainboards ausgelegt. Da es noch einige ATX-Mainboards auf dem Markt gibt aufpassen bei der Auswahl. Sehr ärgerlich wenn das Mainboard nicht in das Gehäuse passt 🙂 )

3. Lautstärke (Wenn ich an die alten Zeiten zurückdenke, wo sich jeder kleinere PC im Betrieb vom Geräuschpegel her wie ein altersschwaches Propellorflugzeug angehört hat kann ich nur sagen: Nein! Mit nicht hohem finanziellen Aufwand ist es heute möglich nahezu geräuschlose HTPC’s zusammenzustellen. Ich empfehle hierbei die AMD-Prozessoren mit der Erweiterungsbezeichnung EE (Energy Efficient) Diese kommen aufgrund Ihrer geringen Abwärmeleistung mit sehr kleinen und angenehm leisen Lüftern aus. Die momentan aktuellen Festplatten sind eh im Vergleich zu früher ziemlich leise. Grundsätzlich achten die Hersteller der HTPC-Gehäuse das die verbauten Netzteil- und Gehäuselüfter angenehm leise sind; also bei eigener Netzteilauswahl darauf achten)

4. Blu-Ray Ja / Nein (Auch wenn Blu-Ray-Laufwerke momentan noch recht teuer sind, so wird der allgemein übliche Preisverfall dafür sorgen, dass diese in ein bis zwei Jahren erschwinglich sind. Deswegen sollte man schon jetzt darauf achten mindestens 2 GB Arbeitsspeicher und einen Dual-Core Prozessor einzubauen; denn das Abspielen von Blu-Ray ist leistungsintensiv und ein Stocken der Bildwiedergabe oder des Tons verdirbt das komplette Heimkinovergnügen)

5. Die Betriebssystemfrage (Empfehlen würde ich eine Version des Microsoft Windows Media Center©. Dies lässt sich sehr leicht konfigurieren und sowohl das Abspielen von Musik oder Filmen (von der Festplatte oder einem optischen Laufwerk) ist sehr unkompliziert. Wer kein Geld für eine Windowslizenz ausgeben möchte kann sich auch an der sehr guten und vor allem kostenlosten Software LinuxMCE versuchen. Diese Linuxdistribution basiert auf Ubuntu und kann hier runtergeladen werden:

http://www.linuxmce.com

Wie immer wenn es um Linux geht gilt: Man sollte sich schon ein klein wenig mit Linux auskennen, wenn man sich mit den Einstellungen und der Optimierung des Systems befassen will)

Das wars mal wieder von mir.

Grüße

Stephan

Stephan Waßhausen

Autor: Stephan Waßhausen

Als ausgebildeter Fachinformatiker (Netzwerktechnik) kennt er die Probleme in Unternehmensnetzwerken in- und auswendig. Im Informatikstudium konnte er gleichermaßen Fachkenntnisse perfektionieren und Kaffeetrinkgewohnheiten festigen (rabenschwarz, eiskalt). Für den Job bei Sidis qualifizieren ihn unter anderem die quasi unerschöpfliche Engelsgeduld im Beraten und Erklären und der schier endlose interne Informationsspeicher für Konfigurationsdetails.
Spezialgebiete
Server, Virtualisierung, Cloudanwendungen, eigentlich (fast) alles
Bei Sidis zuständig für
Früh-, Spät- und Wochenenddienst