Auflösung, die

Um zu verstehen, was eigentlich gemeint ist, wenn jemand von der Auflösung eines Computermonitors spricht, müssen wir uns zunächst mit dem Begriff Pixel auseinandersetzen. Ein Pixel, kurz px, ist das kleinste, an einem Monitor darstellbare Element. Das Bild auf dem Monitor wird, ganz wie bei einem Mosaik, aus tausenden dieser kleinen Bildpunkte zusammengesetzt. Größe, Art und Bauweise des Monitors bestimmen dabei, wie viele Pixel auf einmal dargestellt werden können. Um Monitore miteinander vergleichen zu können, gibt man unter anderem die Zahl der Pixel an, die das Gerät darstellen kann. Man vergleicht die Auflösungen der Monitore. Dazu ein Beispiel:

Schema Auflösung
Abb. 1: Schematische Darstellung Auflösung am Bildschirm

Abb. 1 sei ein (zugegebenermaßen ziemlich kleiner) Monitor, der 10 px in der Breite und 3 px in der Höhe anzeigen kann. Seine Auflösung würde wie folgt angegeben: 10 x 3 px.

Zusammenhang zwischen Auflösung und Zoll/Inch.

Zur Beurteilung eines Monitors reicht die Angabe der Auflösung nicht aus. Unter anderem muss die tatsächliche Größe des Bildschirmes mit angegeben werden. Standardmäßig wird hier die Länge der Bildschirmdiagonale in Inch, zu Deutsch Zoll (eine amerikanische Maßeinheit, ein Zoll sind etwa 2,54 Zentimeter), genannt.

Ein Professor an meiner Fachhochschule stellte zu Beginn des Studiums immer gerne die Frage, wie groß denn nun eigentlich so ein Pixel sei. Zweifellos eine Fangfrage, für deren Beantwortung man die Länge der Bildschirmdiagonale und die Auflösung des Monitors wissen müsste.

Auflösung und Bildbearbeitung

Vielleicht sind Sie im Zusammenhang mit dem Thema Auflösung schon über die Abkürzung DPI gestolpert. Vornehmlich in der Bildbearbeitung und bei der Arbeit mit Drucksachen spielen die Dots Per Inch – zu Deutsch Punkte pro Zoll – eine große Rolle. Angegeben wird in DPI, wie viele Punkte in einem Quadrat von einem Zoll Länge und einem Zoll Breite gedruckt werden sollen. Analog ist diese Aussage auch für die Darstellung von Bildern am Monitor gültig. Man spricht hier aber eher von PPI, also Pixeln pro Zoll. Bilder in niedriger Auflösung haben auch eine geringere Dateigröße, da ja weniger Bildinformation abgespeichert werden muss. Beim Ausdrucken sehen Bilder mit geringer Auflösung aber schnell verpixelt, also unscharf aus. Es empfiehlt sich also beim Arbeiten mit Bildern, die Auflösung immer an den Verwendungszweck anzupassen.

Übliche Auflösungen sind zum Beispiel:
150 DPI für den Druck von Textdokumenten
300-600 DPI für den Druck von Bildern

Herzlichst,

Nina

Edit: Ein interessanter Artikel zum Thema findet sich hier (öffnet neues Fenster/Tab): Der 72dpi-Mythos

Nina Lenz

Autor: Nina Lenz

Sidis‘ (vormals) einzige Dame im operativen Geschäft, leidenschaftliche Pixelschubse, studierte Ingenieurin und Fachfrau für Marketingkommunikation. Seit April 2018 außerdem frisch gebackene Datenschutzbeauftragte für Sidis.
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