macOS 10.15 Catalina: Die richtige Vorbereitung auf das Upgrade ist unerlässlich

Das neueste Betriebssystem aus dem Hause Apple wurde gestern Abend ganz frisch veröffentlicht. Die Installation von macOS 10.15 Catalina sollte jedoch extrem gut geplant werden. Der wichtigste Grund der Warnung liegt darin, dass sich nach dem Upgrade 32-Bit-Apps nicht mehr ausführen lassen und auch andere Programme erhebliche Probleme verursachen können.

Vor allem aber ist die Chance, dass bei diesem großen Update etwas ganz mächtig schiefläuft, nicht ganz gering. Wenn Ihr Mac für das kostenlose Upgrade auf macOS 10.15 berechtigt ist (siehe Kompatibilitätslisten bei Apple), beherzigen Sie deshalb unebdingt folgende Tipps, BEVOR Sie auf Installieren klicken:

Tipp 1: Klicken Sie auf KEINEN Fall einfach auf Aktualisieren auf macOS Catalina (!!!!!)

Lesen und beherzigen Sie zunächst unbedingt die nachfolgenden Tipps, bevor Sie ein böses Erwachen erleben.

Tipp 2: Datensicherung erstellen

Eine regelmäßige Datensicherung ist etwas, auf dass man von Haus aus nie verzichten sollte. Umso wichtiger ist es aber, dies vor allem vor so einem großen Update auszuführen. Hierfür steht als Bordmittel das Programm Time Machine zur Verfügung. Mit Hilfe einer externen Festplatte, die als Sicherungsziel per USB an den Mac angeschlossen wird, erledigen Sie dies für den Ernstfall hervorragend. Alternativ gibt es natürlich auch weitere externe Programme auf dem Markt. Der bekannteste Vertreter dürfte hier Carbon Copy Cloner (CCC) sein. Man sollte bei dem Backup unbedingt darauf achten, dass man in einem Notfall von dem Backup-Medium starten kann. Das erspart einem den Angstschweiß während der Installation. Denn wer möchte schon gerne seine geheiligten Daten durch eine Aktualisierung verlieren. Für das Anlegen oder auch die eventuelle Rücksicherung sollte natürlich ein entsprechendes Zeitfenster freigehalten werden.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie das Backup richtig durchführen, fragen Sie lieber vorher uns, wir helfen Ihnen gerne. Vorsorge und Planung ist das A und O.

Tipp 3: Überprüfen Sie die vorhandenen Programme auf dem Mac

Apple streicht mit Catalina den 32-bit-Support für Programme. Sind diese noch nicht für moderne 64-bit-Systeme ausgelegt, können Sie diese nicht mehr starten. Der Wechsel von macOS 10.14 auf 10.15 bringt viel Neues mit sich, schneidet aber auch die vielbeschrieben alten Zöpfe ab. Prüfen Sie also unbedingt vor dem Upgrade, ob Sie noch 32-bit-Software auf dem Mac ausführen. Ist dies der Fall, sollten Sie sich wahlweise nach einem Update umschauen oder schlimmstenfalls mit dem Wechsel auf Catalina warten.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, 32-bit-Software auf dem Mac zu erkennen. Einer davon führt über den Systembericht. Wenn Sie oben links auf das Apfelmenü klicken, können Sie hier „Über diesen Mac“ durch Anklicken auswählen und anschließend „Systembericht“ starten. Durch einen Klick im linken Bereich auf „Software“ und dort auf „Programme“ wird nun eine Liste aller Programme auf dem Mac ausgegeben. Diese Liste kann durch einen Klick in die Spalte 64-bit (Intel) sortiert werden. Sind hier Programme mit „Nein“ geführt, muss man sich Gedanken über ein 64-bit-Update machen oder auf die Software verzichten. Laufende 32-bit-Apps auf dem Mac können alternativ auch mit der Aktivitätsanzeige erkannt werden. Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich auch hier gerne beratend zur Seite.

Informieren Sie sich ausgiebig im Vorfeld, welche Programme eventuell nicht mehr unter macOS Catalina funktionieren werden. Ein prominenter Vertreter ist z.B. die beliebte Software „Aperture“, der damalige große Bruder vom früheren iPhoto.

Tipp 4: Aufräumen des Mac vor dem Upgrade

Über die Jahre sammeln sich auf einem Computer schnell ziemlich viele Daten an. Sind dies teils wichtige Dateien, Fotos und Videos, gehört meist auch eine große Sammlung an „Datenmüll“ dazu – Dateien, die man eigentlich nicht mehr benötigt und auch löschen könnte.

Löscht man solche Dateien, sorgt man nicht nur für mehr Ordnung, sondern schafft gleichzeitig auch wieder mehr Platz auf der heimischen Festplatte und nicht selten kann ein Ausmisten eines Macs auch dessen Arbeitsgeschwindigkeit danach positiv beeinflussen. Hier gibt es generell keine schnelle Möglichkeit, denn dies ist auf jedem Gerät anders und abhängig vom Benutzerverhalten.

Zu den wichtigen Bereichen, wo man ein bestimmtes Augenmerk drauf legen sollte, gehören die Bereiche „Dokumente und Schreibtisch“, „Downloads“, „Programme“, „Application Support“ und „Library“.

Wenn Sie alle diese Punkte beherzigt haben, kann man nach einem finalen Backup mit dem Laden des Upgrades über den App Store starten. Beachten Sie hierbei aber unbedingt, dass sie die Zugangsdaten Ihrer Apple-ID vollständig vorliegen haben, und denken Sie im Falle einer aktivieren 2-Faktor-Authentifizierung auch unbedingt daran, ein berechtigten Gerät, z.B. Ihr iPhone oder iPad griffbereit zu haben.

Jetzt heißt es Geduld zu haben. Wie bei iOS gilt auch bei macOS nach „Machen Sie zuerst ein Backup“ der zweit-wichtigste Leitspruch für ein System-Update: „Haben Sie Geduld“! Nach dem Update müssen dann ggf. noch einige Dinge angepasst werden. Erschrecken Sie nicht bei eventuell auftauchenden Fehlermeldungen nach der ersten Anmeldung. Hier muss man im Einzelnen genau analysieren, woher welche Meldung kommt. Es gibt für fast Alles eine Lösung, wenn die oben genannten Dinge vorher eingehalten wurden. Wir lassen Sie da auch nicht im Regen stehen und starten die Umstellung gerne mit Ihnen gemeinsam.

Thomas Schönling

Autor: Thomas Schönling

Thomas Schönling hat spätestens seit dem Einstands-Ausflug nach Frankfurt bei allen Kollegen einen Stein im Brett. Er kennt Gott und die Welt und ist einer dieser Personen, die sowohl etwas von Äpfeln, als auch von Birnen (äh, PCs) versteht.
Spezialgebiete
Server- und Anwenderbetreuung für Windows- und Apple-Systeme,  Virtualisierung (VMware), Webdesign und Programmierung, Dokumentenmanagement
Bei Sidis zuständig für
IT-Support, Drohnenflüge, Zubereiten und Trinken von frischem Kaffee, liebevolle Dokumentationspflege